LSI_Siegelübergabe

(v.l.n.r.: Hr. Florian Atzmüller (1. Bürgermeister Wartmannsroth), Fr. Sarah-Marie Schwender, Hr. Reiner Schmidt (LSI), Hr. Hans-Jürgen Bühner, Hr. Daniel Kleffel (LSI))

Pressemitteilung v. 10.06.2021 - Landesamt für Sicherheit und Informationstechnik

Ein auf die Größe der Organisation angepasster Basisschutz der IT-Systeme ist damit erreicht. Der Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI), Daniel Kleffel, übergab am 10.06.2021 die Siegelurkunde an den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Wartmannsroth, Herrn Florian Atzmüller. Weiere Teilnehmer waren die Informationssicherheitsbeauftragte der Gemeinde Wartmannsroth, Frau Sarah-Marie Schwender und der Informationssicherheitsbeauftragte des Landratsamt Bad Kissingen, Herr Hans-Jürgen Bühner. 

Herr Kleffel stellte bei der Siegelübergabe fest: "Ein Mindestmaß an IT-Sicherheit ist grundlegend für eine einsatzbereite Verwaltung ebenso wie für den Schutz der oft sensiblen Daten in den Kommunalverwaltungen. Angriffe von Cyberkriminellen oder regelmäßig bekanntwerdende Schwachstellen in IT-Produkten verlangen nach entsprechender Abwehrtechnik, festgelegten Organisationsprozessen und geschulten Beschäftigten. Diese drei Schwerpunkte werden durch das Siegel abgedeckt und bestätigen dabei die gesetzeskonforme Umsetzung der IT-Sicherheitskonzepte. Das LSI unterstützt als Partner die bayerischen Kommunen bei dieser Aufgabe."

Wartmannsroth hat die Weichen für IT-Sicherheit in der Digitalisierung auf der Basis des ISIS12-Standards gestellt und sich so für das Siegel des LSI qualifiziert. Der Informationssicherheitsbeauftragte des Landratsamts Bad Kissingen, Herr Bühner, unterstützt dabei alle Kommunen im Landkreis durch großes Engagement. 

Schadprogramme stellen eine große Bedrohung für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Privatanwender dar. Jede Organisation, die für ihre Abläufe von einer funktionsfähigen IT abhängig ist, muss sich vor Datendiebstahl, Datenveränderungen oder Sabotageakten, die zum Ausfall der notewendiggen IT-Prozesse führen, schützen. Durch die einfache Verfügbarkeit baukastenartig zusammenstellbarer Schadprogramme verlieren klassische Abwehrmaßnahmen aber mehr und mehr an Wirksamkeit. IT-Sicherheit muss als Gesamtkonzept verstanden und umgesetzt werden. Das Bayerische E-Government-Gesetz verpflichtet Kommunen ebenso wie alle Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheitskonzepten. Solche auf die Gegebenheiten vor Ort angepasste Konzepte haben dabei den systematischen Schutz der drei Grundwerte der Informationssicherheit - Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit - sicherzustellen. 

Bayern hat mit dem LSI als erstes Bundesland eine eigeständige IT-Sicherheitsbehörde gegründet. Eine der Kernaufgaben des LSI in Nürnberg mit seinen Außenstellen in Würzburg und Bad Neustadt a. d. Saale ist der Schutz und die Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme. Als kompetente Institution berät und unterstützt das LSI die Kommunen und öffentlichen Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser und kommunale Wasserversorger in allen IT-Sicherheitsfragen. Bei regionalen IT-Sicherheitkonferenzen, Informationsveranstaltungen und individuellen Beratungsterminen sensibilisieren die IT-Sicherheitsexperten des LSI insbesondere Kommunen hinsichtlich bestehender Risiken der digitalen Welt bei der Ausübung ihrer Verwaltungstätigkeit. Die Zahl der LSI-Mitarbeiter soll von aktuell mehr als 100 auf 200 IT-Experten erhöht werden. Die Angebote des LSI werden rege in Anspruch genommen. 

https://www.lsi.bayern.de/aktuelles/meldungen/20210610_siegeluebergabe_wartmannsroth/

zurück